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Die thailändische Sprache

 

Geschichtliches

 

Thai ist die Landessprache des südostasiatischen Landes und wird von rund achtzig Prozent der Bevölkerung gesprochen. Linguistisch wird Thai als unflektierte, hauptsächlich einsilbige, tonale Sprache betrachtet.

Der Ursprung der gesprochenen Sprache soll im Grenzgebiet zwischen Vietnam und China liegen. Linguistisch hängt Thai mit den Sprachen zusammen, die in Ostbirma, in Nordvietnam, in Yunnan und in Laos gesprochen werden.

 

Die geschriebene siamesische Sprache wurde 1283 in der dritten Sukothai Periode von König Ramkamhaeng eingeführt. Das Schriftsystem hat dabei seit seiner Einführung nur geringe Veränderung erfahren und so können Inschriften aus der Sukothai-Ära auch in der heutigen Zeit von Thailändern gelesen werden.

 

Die Schrift basiert auf Pali, Sanskrit und indischen Schriftsystemen und wurde im Laufe der Zeit durch viele Mon- und Khmer-Begriffe ergänzt.


Regionale Unterschiede


Innerhalb Thailands gibt es vier Hauptdialekte in den südlichen, nördlichen- („Yuan“), nordöstlichen (ähnlich der laotischen Sprache) und zentralen Regionen Thailands; der letztere wird Zentralthailändisch oder Bangkok Thai genannt. Bangkok Thai wird in allen Schulen unterrichtet, für die meisten Fernsehsendungen verwendet und wird in allen Regionen Thailands verstanden.

Es gibt einige seltenere siamesische Dialekte wie Phuan und Lue, die nur von sehr kleinen Teilen der Bevölkerung gesprochen werden. Daneben gibt es in Thailand bei den ethnischen Minderheiten (auch Bergstämme, Hilltribes) noch etwa sechzig weitere Sprachen, die aber nicht in Verbindung mit der Thai Sprache stehen

 

Alphabet, Töne und Grammatik


Das thailändische Alphabet kennt 44 Konsonanten von denen 29 heute noch gebräuchlich sind. Die 28 Vokalbuchstaben des Thai Alphabets bzw. Kombinationen aus den Vokalen werden um die zugehörigen Konsonanten

herum angeordnet. Die Vokale befinden sich über, unter, vor oder nach dem jeweiligen Konsonant, den sie ändern, wobei der Konsonant immer zuerst klingt wenn die Silbe gesprochen wird. Die Vokale (und einige Konsonanten) können auf verschiedene Weise kombiniert werden, wobei sich zahlreiche zusammengesetzte Vokale ergeben (Diphthonge und Triphthonge).

 

Thailändisch wird horizontal, von links nach rechts geschrieben. Es gibt keine Leerstellen zwischen Silben und Wörtern, was Europäern beim Erlernen der Thai Sprache anfangs einige Schwierigkeiten bereitet.

 

Anders als in der chinesischen Sprache ist das Schriftsystem alphabetisch, also die Aussprache eines Wortes ist unabhängig von seiner Bedeutung. Andererseits ist Thai eine tonale Sprache, wie z.B. auch Chinesisch. Das heißt, jedes Wort hat eine bestimmte Betonung, welche korrekt gesprochen werden muss, damit der jeweilige Begriff richtig verstanden wird. Die siamesische Sprache verwendet fünf Tonlagen, eine mittlere, eine niedrige, eine hohe sowie eine ansteigende und eine fallende.

Die Grammatik der thailändischen Sprache ist beträchtlich einfacher als die Grammatik der westlichen Sprachen. Besonderes Merkmal ist, dass Wörter nicht verändert oder konjugiert werden z.B für Zeiten, Plurale das Geschlechter oder Subjekt-Verb Zusammenhänge.
Artikel wie ein, eine oder der, die, das werden auch nicht verwendet. Die Darstellung von Zeiten, Höflichkeitsformen, und andere Sprachenkonzepten wird durch einfaches Hinzufügung von verschiedenen ändernden Wörtern (genannt „Partikel“) erreicht.

 

TIPP: Ein thailändisches Alphabet zum herunterladen im Accrobat PDF-Formmat finden Sie in der Rubrik ->Downloads.

 

 

 

 

 


 

©2007 Aphinya Grimm. letzte Aktualisierung: 19 Nov 2007. IMPRESSUMSITEMAP.

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